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Einfach und schnell

Unser Ratgeber für Ihre Therapie

Rehabilitation kann der Gesundheit einen großen Schub nach vorne geben – vor allem, wenn Sie sich aktiv einbringen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Anspruch auf eine Reha geltend machen.

Wir behandeln Patienten mit Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit sowie Spielsucht als Begleiterkrankung.

Weiterhin werden auch schwangere Frauen und Mütter mit noch nicht schulpflichtigen und schulpflichtigen Kindern im Alter ab einem Jahr aufgenommen. Bis zu drei Kinder können in die Einrichtung mitgebracht werden. Unsere Einrichtung hat Partnerschaften mit Tagesmüttern, Kindereinrichtungen und Schulen. Eine Aufnahme von Kindern mit Handicap ist möglich.

Die Länge der Therapie ist zunächst abhängig von der Kostenzusage Ihres Leistungsträgers, dabei spielen auch die Anzahl und der Umfang Ihrer Vorbehandlungen eine Rolle. Die Regelbehandlungszeit in unserem Hause beträgt 15 Wochen. In Abhängigkeit der Art der Maßnahme und des Kostenträgers zwischen sechs und 24 Wochen.

Ausschlusskriterien für eine Behandlung bei uns sind Schizophrenie im akuten Stadium, akute Suizidalität, demenzielle Störungen, die eine Teilnahme an therapeutischen Abläufen ausschließen, akute Heroinabhängigkeit sowie schwere organische Erkrankungen, die eine intensive Behandlung voraussetzen. Auch Sexualstraftäter werden bei uns nicht aufgenommen.

Vor Aufnahme ist zunächst die Kostenfrage zu klären und ein Antrag auf Kostenübernahme beim zuständigen Leistungsträger zu stellen, in der Regel die Deutsche Rentenversicherung (DRV) oder die Krankenkasse. Eine Einweisung durch den Hausarzt genügt nicht.

Für die Antragstellung gibt es spezielle Formulare. Da neben dem Antrag auch ein Sozialbericht sowie ein ärztliches Gutachten erstellt werden müssen, empfehlen wir, die Hilfe einer örtlichen Suchtberatungsstelle in Anspruch zu nehmen; dort können die Antragsunterlagen ausgefüllt, zusammengestellt und weitergeleitet werden. Das Arztgutachten kann durch Ihren Hausarzt erstellt werden. Falls Sie zuvor in einem Krankenhaus eine Entzugsbehandlung (Entgiftung) durchführen, kann die Antragstellung auch durch den dortigen Sozialdienst erfolgen.

Die Deutsche Rentenversicherung überprüft, ob die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Kostenübernahme gegeben sind, sie leitet den Vorgang ggf. an die Krankenkasse weiter, falls diese zuständig ist.

Da in der Klinik Brilon Wald zumeist Patienten und Patientinnen aus der Region Westfalen behandelt werden, sind die zuständigen Leistungsträger in erster Linie die Deutsche Rentenversicherung Westfalen und die Knappschaft-Bahn-See. Versicherte aus anderen Regionen oder bei der DRV Bund Versicherte können bei ihrer Rentenversicherung ebenfalls einen Antrag auf Kostenübernahme für eine Behandlung in unserem Haus stellen, es besteht aber unsererseits kein Vertragsverhältnis mit diesen Versicherungen.

In der Regel macht die Beratungsstelle oder Entgiftungsstation einen Aufnahmetermin mit unserer Verwaltung. Sie können bei Vorliegen einer Kostenzusage diesen Termin auch persönlich absprechen.

Beamte und Selbständige klären die Kostenübernahme mit ihrem Versorgungswerk, z.B. der Beihilfe und/oder mit ihrer privaten Zusatzversicherung. Für beide Gruppen gilt, dass sie für Ihre Kosten in der Klinik ganz oder teilweise selbst aufkommen. Daher ist für eine Aufnahme in unserer Klinik auch kein Sozialbericht bzw. ärztliches Gutachten erforderlich. Dennoch macht es Sinn, wenn mögliche Vorbefunde, z.B. des Hausarztes, zeitnah erhoben werden und uns zur Verfügung gestellt werden. Es ist empfehlenswert, wenn Sie als Privatpatient vor Aufnahme Kontakt mit unserem Leitenden Therapeuten aufnehmen.

Wenn Sie nicht mehr im Erwerbsleben stehen und auf Dauer eine Rente beziehen, geht es bei Ihnen nicht mehr um eine berufliche Rehabilitation. Dann übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten. Auch hier muss zuvor ein Antrag gestellt werden. Auch wenn Sie bisher noch gar nicht versicherungspflichtig einer beruflichen Tätigkeit nachgegangen sind, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Die Kostenzusage bleibt ein halbes Jahr gültig. Nach Ablauf der Frist muss ein neuer Antrag gestellt werden, evtl. in Form eines Kurzantrages in Ergänzung der alten Unterlagen.

Wenn Sie sich derzeit in einer stationären Entgiftung befinden, klären Sie bitte mit den behandelnden Ärzten und Sozialarbeitern vor Ort ab, ob die Möglichkeit besteht, aus der Entgiftung heraus einen Eilantrag bei Ihrem zuständigen Leistungsträger zu stellen.

Eine Entgiftung vor Therapiebeginn ist nicht zwangsläufig erforderlich, doch der Patient sollte während der Aufnahme "clean" sein. Alternativ erfolgt der Therapiebeginn nahtlos im Anschluss an eine Entgiftungsbehandlung. Dies ist insbesondere bei THC-Konsum zu empfehlen. 

Notfalls ist auch eine Entgiftung in der Klinik möglich.

Haben Sie schon in unseren "Häufigen Fragen" nachgeschaut? 

Hier finden Sie Antworten zu den häufigsten Fragen.

zu den häufigen Fragen